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10.08.2012

Kopp in Nacken - ab nach Wacken oder Die Matschprinzessin

Den meisten bin ich eher als Prinzesschen geläufig...na ja, das viele rosa, pink und Hello Kitty könnte ja auch darauf schließen lassen. So waren jedenfalls einige Menschen leicht entsetzt, als ich verlauten ließ, dass ich nach Wacken fahren werde.

So kam es also, dass ich mit einer ganz lieben Lea am 2. August in Richtung Wacken aufgebrochen bin, um mich im Schlamm zu suhlen und mich von wilden Rockern angraben zu lassen, die sowieso alle nur total besoffen durch die Gegend irren, von oben bis unten tätowiert sind und natürlich längere Bärte als ich Haare haben. Soweit die Vorurteile.

Wenn man aber davon absieht, dass die Bahn mich bereits im ersten Zug übelst aufgeregt hat, weil die 3 Minuten Verspätung von Limburg nach Köln offenbar kein Problem darstellte, der Anschlusszug von Köln nach Münster damit aber sehr wohl eines hatte und ich diesen verpasst hatte, obwohl man mir versprach, es würde alles passen. Somit hat sich die weitere Anreise um jeweils einen Zug nach hinten verschoben.

Als wir Stunden später am Bahnhof in Itzehoe ankamen, hieß es erst einmal 9 Euro für den Wacken Shuttle zahlen "und Sie können damit so oft hin- und herfahren, wie Sie wollen". Ok, möchte ich nicht...trotzdem bezahlt und ab mit dem Wacken Shuttle und vielen lustigen Vögeln zum Ziel. Auf dem Weg dorthin gab es eine Menge Nichts zu sehen...Felder, Wiesen, Tiere, Regen, fertig.

Endlich nach einer halben Stunde in Wacken angekommen, standen wir am Eingang und ich fragte mich durch, wo denn der VIP-Eingang sei. Die Dame schmunzelte und erklärte mir, dass wir nun noch ca. 30 Minuten mit dem Taxi fahren müssten. Leicht erstaunt haben wir uns mit zwei weiteren Menschen, die dorthin mussten, zusammengetan und fuhren mit dem Taxi und unserem zahlreichen Gepäck (Trekking Rucksack, den ich auch locker als Schlafsack hätte verwenden können, Schlafsack, Zelt und Handtasche) zum VIP Check-In.

Dort ging glücklicherweise alles recht flott und ich freute mich schon, dass wir nach ellenlanger Anreise endlich da waren. Also rumgefragt, wie wir nun zu unserem Zeltplatz kommen. "Ja, da müssen Sie immer geradeaus, dann links und immer weiter geradeaus, bis es nicht mehr geht. - "Aha und wie lange läuft man da etwa?" - "Ungefähr eine halbe Stunde." Das saß. Also nochmal 30 Minuten Fußmarsch hinter uns gebracht, bis wir endlich unseren Platz gefunden hatten. Völlig fertig stand nun Zelt aufbauen auf dem Plan.


Nachdem wir auch das geschafft hatten, haben wir noch unser Erkennungszeichen, die Twitter-Vögelchen angebracht und unser Zeug reingeschafft. Ab da erstmal in den VIP Bereich und was bei Tim Mälzer gegessen...mmh, was war der Ochsenburger (7 Stunden in einem Smoker haben da richtig zartes Fleisch draus gemacht...wenn ich also tot bin, möchte ich nicht verbrannt werden sondern erst in einen Smoker und dann mit doppelt Käse überbacken werden) lecker. Danach Gelände inspiziert und natürlich in den drei Tagen einige Konzerte angeschaut.

Das Matschdrama begann erst am nächsten Tag. Zuerst mit eitel Sonnenschein bei Oomph gestanden und mitgerockt, kurz darauf gab es einen Wolkenbruch par excellence und ich war doch ein wenig froh, meine fast einzigen schwarzen Klamotten aus dem Schrank gekramt und mitgeführt zu haben. In weiß hätte ich locker bei jedem Wet T-Shirt Contest mitmachen können. Ab da war das waten durch Matsch und Dreck mit einer kompletten Regennacht dann irgendwie nicht mehr ganz so schön und alles in allem ziemlich nass, kalt und eklig.



Entgegen aller schrecklichen Warnungen vor "diesen fürchterlichen Metalmenschen" haben wir eine Menge sehr netter Leute getroffen und kennengelernt, jederzeit hilfsbereit, immer ein Lächeln auf den Lippen und alles andere als gemein, fies und böse. Ich glaube, auf jedem Justin Bieber Konzert gibt es mehr Gezanke, Haare ziehen und Kloppereien als in Wacken.

Vom Tod des jungen Mannes habe ich allerdings erst Zuhause gelesen und fand die Reaktion der Veranstalter sehr respektvoll. Wenn ich da an andere Veranstaltung

Die kompletten Fotos könnt ihr in meinem Wacken Album ansehen. Allzu viele Bilder sind es jedoch nicht, da mein iPhone die meiste Zeit im Electric Hotel verbracht hat. Dort kann man sein Handy stundenweise parken und aufladen lassen. Je angefangene Stunde 2 Euro oder man tritt selbst in die Pedale oder kann Wasser pumpen, während man sein Gerät so aus eigener Kraft aufladen kann. Betrieben wird der Rest durch Solarenergie, was ich echt cool fand.

Was die Rückfahrt angeht, so war ich mehr als 12 Stunden unterwegs, weil die Bahn mal wieder Mucken machte und wir einfach unendlich viel Verspätung hatten, zwischendurch die Züge wechseln musste, weil Zug 1 keine Lust mehr hatte zu fahren und wir einfach sinnlos in der Bahn sinnlos auf den Gleisen herumstanden und sich so alles verspätete. Was die Freundlichkeit der Zugbegleiter dazu anging (ich musste ursprünglich danach noch 3 Anschlusszüge erreichen) kann ich nur sagen: ich hasse euch, Deutsche Bahn!

Wacken selbst war allerdings sehr toll, cool und hat viel Spaß gemacht, auch wenn der Fußmarsch zurück ewig dauerte, weil alles übelst zermatscht war und ich nur noch nach Hause wollte mit meinem Riesenrucksack. Zudem habe ich gehofft, dass ich nicht ausrutsche und auf dem Rücken liegend wie ein dicker Marienkäfer dort liegen bleibe.

Aber wisst ihr was? Nächstes Jahr komme ich - glaub ich - wieder!

08.08.2012

Hamburg, meine Perle

Mitte Juli habe ich mir eine Mini-Auszeit genommen und bin mit dem kleinen M. und meiner Schwester für ein paar Tage nach Hamburg gereist, meine altes Zuhause Anfang des Jahrtausendwechsels.

Wir waren also im Vier Jahreszeiten untergebracht und haben es uns gut gehen lassen. Ansonsten war unser kleiner Städtetrip eher kindgerecht gestaltet.

Wir waren beispielsweise an den Landungsbrücken und haben uns die Queen Mary 2 angesehen, die am 15. Juli eingelaufen ist. Ich war einfach nur überwältigt von diesem riesigen Schiff. Die nächsten Liegezeiten findet ihr übrigens hier.

Am Tag darauf war ein Mittagessen in der Bullerei angesagt, dem Restaurant von Tim Mälzer. Bereits vor zwei Jahren war ich dort und ein Besuch in deren Deli am Mittag lohnt immer. Das Essen war auch diesmal superlecker. Abends ging es dann ins Operettenhaus zu Sister Act, wobei ich mir zuerst nicht ganz sicher war, ob das kleine M. da wirklich Spaß dran haben würde. Hatte er aber - zum Glück. Und er hat sogar ein paar Freudentränchen vergossen, als die jüngste Nonne ihr Solo hatte, weil er so gerührt war...und ich habe mich einfach nur gefreut, ihm eine Freude bereitet zu haben.

An einem anderen Tag haben wir Hagenbeck's Tierpark einen Besuch abgestattet und auch hier hatten es mir die größeren Geschöpfe angetan und ich war regelrecht verliebt in das neue Walross! Kurz zuvor hatte auch erst das neue Eismeer eröffnet. Es war fantastisch...

Zu guter Letzt haben wir noch einen Abstecher ins Miniatur Wunderland gemacht. Hier würde ich in jedem Fall eine Vorreservierung der Tickets anraten, da wir ewig warten musste ich dies nicht bedacht hatte. Das Wunderland an sich ist herrlich groß und mit sehr viel Liebe gestaltet. Was mir allerdings doch etwas negativ aufgefallen ist, war die Tatsache, dass das drumherum eher etwas siffig daher kam, also eher alles etwas bappig und nicht so gepflegt erscheint. Zudem habe ich kaum Möglichkeiten für körperlich Beeinträchtigte gesehen, Rollifahrer hätten also kaum eine reelle Chance, sich die Ausstellung ordentlich anzuschauen ohne ständig auf Hilfe angewiesen zu sein.





Ein tolles Erlebnis hatte ich vor allem am vorletzten Tag. Da sind wir zu dritt an der Alster entlang geschlendert und wollten eigentlich zum Hotel zurück, als plötzlich jemand rief: "Alexandra!" Ich drehte mich um, sah aber nur eine blonde Frau mit zwei größeren Kindern und ging weiter. Dann wieder ein "Alexandra!?!" Die blonde Frau wieder...Ich fragte: "Kennen wir uns?" Keine Antwort. Sie schaute weiter und nannte den Namen meines Sohnes...da war ich dann doch etwas perplex, weil ich ihn hier und an anderen Stellen namentlich raus lasse. Ich also: "Wer sind Sie bitte?" und die blonde, ominöse Frau schaute mich an und gab ein vorwurfsvolles "Sieee? Siee? Ich bin's, Heidi!" zurück und dann sind wir uns erst einmal in die Arme gefallen.

Die Erklärung dazu ist recht einfach: 2010 habe ich die Facebook Seite Soccergirls - Fußball aus Mädchensicht ins Leben gerufen und kurz darauf hatte sich die liebe Heidi dort eingeklinkt und fleißig mitkommentiert usw. worüber ich mich sehr gefreut hatte und irgendwann habe ich sie kurzerhand gefragt, ob sie nicht Lust auf eine kleine Admintätigkeit "bei uns" hätte. Seitdem war sie im Team, gesehen oder gehört haben wir uns aber noch nie. Lediglich waren wir auf Facebook bald darauf befreundet und haben das ein andere voneinander mitbekommen. Niemals aber hätte ich gedacht, auf offener Straße so viele Kilometer von Zuhause weg, erkannt zu werden, allein anhand meiner Fotos...es war ein richtig tolles Erlebnis und ich habe mich riesig über dieses Zusammentreffen und vor allem diesen großen Zufall gefreut!

Alles in allem waren vier wundervolle Tage in Hamburg und ich werde - wie immer - einmal im Jahr "hochfahren", um mir den Wind um die Nase blasen zu lassen...

Die kompletten Fotos könnt ihr in 
diesem Album anschauen. Verständlicherweise habe ich Söhnchen + Schwester weggelassen ;-)

06.08.2012

Glossy Box Juli - und Tschüss!

Eigentlich ist die Juli Glossy Box nicht einmal der Rede wert und ich müsste ein schwarzes Foto hier abbilden...meiner Meinung nach war da die Pappbox mehr wert als der Inhalt.
Es gab also folgendes:
  • Avène Sonnencreme LSF 50, Pröbchen
  • alessandro Hornhautpflege
  • C:EHKO Shampoo, Pröbchen
  • Max Factor Lippenstift, klein
  • Glossy Schlafbrille
  • Elizabeth Grant, 2 ml Pröbchen
  • Lesezeichen
Hört sich erstmal nicht so schlimm an, aber der Nippeskram braucht nicht zu sein. Man bedenke, dass für das Elizabeth Grant 2 ml Pröbchen ein extra Brief aufgesetzt wurde, wie toll und exklusiv es doch ist, was man noch mit in die Box gepackt hätte...einige Kundinnen erhielten sogar abgelaufene Tagescreme.

Sorry Glossy Box, aber irgendwann ist eure Zeit auch abgelaufen und die scheint gerade gekommen...und Tschüss!

P.S. Die Young Beauty Box lasse ich nochmal, da sie beim letzten Mal echt toll war. Ach ja: ab morgen kann man sich deine Douglas Box of Beauty zusammenstellen (*argh* das heißt früh aufstehen...) und die DM Lieblinge Box war ebenfalls dreitausend Mal toller als dieses Spektakel...

13.07.2012

Prädikat: "Krasser Hund"

Wer denkt, er hätte schon alles gesehen, sollte sich dringend mal auf dem Blog von Maddie on things ansehen und staunen, lächeln, Tränen lachen...

Gefunden habe ich die kuriosen Fotos von Maddie, einem Coonhound, der mit seinem Herrchen angesichts eines Projektes, in dem er täglich ganz normale Menschen in den USA besucht hat und so mit seinem Hund 60.000 Meilen mit dem Auto gefahren ist und auf Bildern festgehalten hat, durch einen Zufall bei Instagram.

Fast von Beginn an habe ich die spannende Reise der beiden verfolgt und war am Ende sogar ein wenig traurig, dass Maddie nun bei einem Freund geparkt wurde, weil sein Herrchen nun in Alaska unterwegs ist und seinen Traumhund leider nicht mitnehmen konnte.

Lasst euch also auf keinen Fall die tollen Bilder dieses Hundes entgehen, dem offensichtlich kein Ast zu hoch und keine Hürde zu groß war, um diese zu erklimmen.

Love you, Maddie <3

12.07.2012

Glossybox Young Beauty - gelungener Einstand

Nachdem Glossybox in den vergangenen Wochen und Monaten etwas geschwächelt hat, gibt es nun ein weiteres neues Produkt in der Glossybox Familie: die Glossybox Young Beauty.

Eigentlich habe ich mich ja fast nicht getraut sie zu bestellen, weil ich schon befürchtet hatte, dass irgendwer eine Antwort schickt mit dem Wortlaut "Diese Glossybox ist in Ihrem Alter nicht verfügbar". Nun ja, dies ist schon mal nicht passiert ;-)

Heute kam das gute Stück jedenfalls hier an und ich war positiv überrascht. Pink mit frischem neongrün schrie mich an: "PACK MICH AUS!" Scheinbar ist mein Inneres noch nicht im hier und jetzt angekommen sondern ich befinde mich wohl weiterhin in einem schwebenden Teenie-Zustand, denn ich hatte Spaß daran!

Aber jetzt zu den Produkten:
  • AOK First Beauty Pflegendes Feuchtigkeitsfluid (Originalgröße, 50 ml)
  • Bebe Young Care Quick & Clean Waschgel & Augen Make-up Entferner (Probe, 15 ml)
  • Manhattan Supersize Mascara (Originalgröße, 12 ml)
  • Palmolive Ayurituel Duschgel (Originalgröße, 250 ml)
  • Playboy VIP (Originalgröße, 30 ml)

Beim Feuchtigkeitsfluid weiß ich nicht, ob ich es vertrage, finde die Produkte von AOK aber vollkommen in Ordnung, auch wenn ich sicher nicht mehr zu den "First Beauties" zähle ;-)

Das Waschgel mit Augen Make-up Entferner kann ich gut gebrauchen und bin gespannt.

Mascara geht immer :-)

Duschgel ebenfalls und es riecht vor allem auch gut.

Aus dem Playboyhäschen-Alter bin ich zwar schon raus und mag dieses Bunny von Grund auf nicht sonderlich gerne, aber der Duft ist nicht schlecht und nicht zu aufdringlich.

Wenn die Box so bleibt, ist sie für das Geld vollkommen in Ordnung. Aber das dachte ich bei den normalen Glossyboxen eigentlich auch.

09.07.2012

Shades of Grey von E. L. James oder SM im Biedermeierlook

Nachdem jeder bereits im Vorfeld von DEM SKANDALBUCH DES JAHRES (ich schreie gerade bewusst beim schreiben) gesprochen hat, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, das gute Stück zu lesen.

Ich hatte ja schon gehofft, nach dem lesen nicht wuschig einschlafen zu müssen in Ermangelung eines Mannes neben mir im Bett.

Nun ja, was soll ich sagen? Ich war doch sehr ernüchtert...hatte ich doch vorher wirklich überall allein schon jobmäßig in den gängigen Postillen darüber gelesen, Werbung en masse gesehen und mir einiges davon versprochen. Nur weil es in dem Buch ganz offen um Erotik - nein, es sollte ja sogar pornös sein - geht, heißt es ja nicht, dass man sich fürs lesen solcher schämen muss. Aber wuschig macht einen da nix.

Die Hauptdarstellerin der Geschichte, Anastasia Steele ist 21, noch nahezu ungeküsst und ungeöffnet (also Jungfrau), mutiert nach einem Interview mit einem einflussreichen Firmenboss (der zudem unverschämt attraktiv ist) zu seiner Lustsklavin. Vorher wird allerdings noch alles brav per Vertrag geregelt, was geht und was gar nicht geht. Ach ja: diese Szene passiert nach etwa 100 Seiten Vorspiel, äh, Vorgeschichte... ;-)

Hört sich alles erstmal nicht so übel an, aber wenn ich dann zum 50. Mal lese, wie sie sich "nervös auf die Lippe beißt" und er sie ermahnt, das zu lassen oder aber wenn er zum gefühlten 83. Mal "wölfisch grinst" (andere Frage: WIE grinst man bitte wölfisch? Fotos dürfen gerne dazu eingereicht werden...ich finde beim googlen partout keine grinsenden Wölfe!) und dann ohne jegliche Emotion beschrieben wird, wie er ihr seine Folterkammer zeigt als wär's eine Begehung mit dem Makler, muss ich ganz ehrlich sagen, ist allein das schon totlangweilig und man hätte sicher mehr rausholen können.

Dafür, dass er sie vorher zig Mal gewarnt hat, wie gefährlich, fies und böse er ist, finde ich ihn doch verdammt fürsorglich und auch, wenn die gute Ana, wie Anastasia lieber genannt werden möchte, ein so junges und unschuldiges Ding war, bevor sie ihn kennenlernte, muss ich sagen, dass die beiden Charaktere sehr einfach zusammengestrickt wurden. Vieles ist zu vorhersehbar und es wird größtenteils verzweifelt versucht, einen Skandal aus den bieder beschriebenen SM-Bestandteilen der Geschichte zu machen.

Klischees werden zwar voll ausgefüllt, wirken aber durch die Unbeholfenheit der Erzählung eher hilflos und teilweise ein wenig fehl am Platz. Es wirkt alles sehr bieder und ich hatte nicht eine Sekunde das Gefühl "Ich muss jetzt unbedingt weiterlesen".

Da kenne ich also weitaus fähigere Autoren, die diesen medialen Hype um ihre Schreibkünste dieses Genres viel eher verdient hätten!

Das ganze Projekt ist aus Blogposts entstanden, wurde von einem Verlag entdeckt und dann zu einem Buch zusammengeschustert. Merkt man auch. Meine ganz plumpe und einfache Meinung dazu...aber plumpes Buch, plumpe Meinung = passt ja ;-)

08.07.2012

Rezept für Rainbow Cake


Mein kleines M. hat sich zum Geburtstag alles im Super Mario Bros. Look gewünscht und ich war bestens damit beschäftigt, alles mögliche zusammenzutragen.

So kamen wir irgendwann auf den Rainbow Cake (in Anlehnung an die Regenbogenstrecke bei Mario Kart ;-) ), der auch als Regenbogenkuchen oder Regenbogentorte im Internet die Runde macht.

Zutaten:

  • 300 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 3 Eier
  • 3 Packungen Vanillezucker
  • 650 g Mehl
  • 1 1/2 Packungen Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 530 ml Buttermilch
  • Lebensmittelfarben (ich habe 2 Packungen von Dr. Oetker genommen)
Buttercreme "White Chocolate":
  • 450 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 600 g gesiebter Puderzucker
  • 200 g weiße Schokolade
  • 6 EL Sahne
Zubereitung:
Der Rainbow Cake ist nicht kompliziert, allerdings frisst er doch eine Menge Zeit.

Alle Zutaten sollten zunächst Raumtemperatur haben, da sie sie so besser verarbeiten und vermischen lassen.

Zuerst die Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig aufschlagen. Danach die Eier zur Masse hinzugeben und alles gut verrühren.

Als nächstes das Mehl mit dem Salz vermischen und im Wechsel mit der Buttermilch unter die Butter-Ei-Masse geben.

Den fertig angerührten Teig gleichmäßig auf 6 Schüsselchen verteilen und nach Wunsch mit der Lebensmittelfarbe einfärben. Die Schichten unseres Regenbogenkuchens sind lila-blau, türkis, grün, gelb, orange und rot.

Wenn ihr den Teig fertig eingefärbt habt, eine Springform mit einem Durchmesser von 26 cm schnappen und die erste Farbe gleichmäßig auf dem Boden der Springform (nicht, dass mich hier noch einer missversteht, wenn ich nur Boden schreibe ;-) ) verteilen. Der Teig sollte an jeder Stelle etwa die gleiche Dicke haben.

Dann ab in den Ofen damit und bei 170° mit Umluft 10 Minuten backen lassen. Am besten macht ihr mit einem kleinen Holzstäbchen nach Ablauf der Zeit eine kleine Stichprobe. Wenn kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Boden perfekt.

So muss jede Schicht einzeln gebacken werden und im Anschluss gut auskühlen, bevor es später ans zusammenbauen geht. Wenn ihr die Springform mit Backpapier auskleidet und den Kuchenboden beim auskühlen darauf lasst, bekommt ihr die dünnen Böden später besser ab, ohne dass sie auseinanderbrechen.

Buttercreme:
Die weiche Butter als erstes aufschlagen, bis sie leicht schaumig und deutlich heller geworden ist.

Als nächstes kommen die ersten 300 g gesiebter Puderzucker dazu (ganz wichtig, damit es nicht klumpt. Als Puderzuckersieb nehme ich gerne den "RuckiZucki" von Tupperware) und verrührt alles gut mit der Butter.

Danach das Salz und die nächste Ladung Puderzucker hinzugeben und gut verrühren. Ca. 3 Minuten sollten dafür ausreichen.

Im nächsten Schritt könnt ihr die Creme kurz ruhen lassen und euch daran machen, die weiße Schokolade mit der Sahne über einem Wasserbad schmelzen zu lassen und den perfekten Zeitpunkt zu finden, sie während des Rührens vom Wasserbad zu nehmen, damit die Schokolade geschmeidig ist und nicht bröckelig wird.

Nach kurzer Abkühlzeit, vorsichtig die Schokoladenmasse unter die Buttercreme heben.

Die abgekühlten Böden nun nacheinander jeweils mit Boden-Creme-Boden-Creme usw. aufeinander setzen, bis alle aufeinandergesetzt sind. Zum Schluss müsst ihr euren Kuchen nur noch mit der restlichen Creme verkleiden und diese entweder versuchen, ganz glatt zu streichen oder aber wolkenartig zu tupfen.

Als letztes noch nach Belieben alles dekorieren und ab in den Kühlschrank damit. Nach ca. 1 Stunde ist die Creme fest genug und es sollte nichts mehr wackeln.

Da das gute Stück unendlich viele Kalorien in sich beherbergt, seid vorgewarnt: es ist sehr süß und könnte für den ein oder anderen kleinen Zuckerschock reichen ;-) Am besten nicht zu große Stücke servieren, dann sollte der Rainbow Cake für bis zu 20 Personen reichen.

Und nun: viel Spaß beim nachbacken und Guten Appetit!

01.07.2012

Die EM neigt sich zu Ende...ein paar Gedanken von mir

Heute Abend geht die UEFA Euro 2012 (auch besser bekannt als Fußball EM) nun auch schon zu Ende und ein bisschen wehmütig blicke ich als Fußballfan schon jetzt auf die vergangenen vier Wochen zurück. Ein paar Dinge sind mir allerdings besonders im Gedächtnis geblieben, zu denen ich mal kurz Stellung nehmen möchte: 

Anfeindungen und Rassismus
Das ich solch ein Thema in meinem sonst manchmal vielleicht oberflächlich erscheinenden Blog aufgreifen würde, hätte ich selbst nicht gedacht, aber ich habe natürlich auch noch mehr als nur eine geschminkte, lustige und ewig lächelnde Fassade…

Ich weiß nicht, ob es bei vorherigen WMs und EMs nur nicht so arg aufgefallen ist oder ob Dinge wie Anfeindungen und gar Rassismus während dieser EM wirklich stärker vorhanden sind. Vorrangig geht es mir nicht einmal zwingend um mich selbst und dass es lustige Bildchen der Fußballer bzw. der Mannschaften, die nach Hause fahren mussten gibt, ist gar keine Frage und meistens entlocken diese mir ebenfalls ein bis mehrere Schmunzler, wenn nicht sogar laute Lacher.

Das aber wüste Beschimpfungen in sozialen Netzwerken (dies meistens natürlich nicht öffentlich sondern in den privaten Postfächern) vorzufinden sind…Leute, das geht einfach mal gar nicht!

Ich selbst habe diese Begegnung der besonderen Art in den vergangenen Tagen ebenfalls machen dürfen und ich würde mal sagen, ich bin ein Mensch, der geradeaus und ehrlich ist. Ich kann mich auch für andere freuen, ohne ihnen die Butter vom Brot nehmen zu wollen. 

Dennoch sind Beleidigungen wie „Sch*** Italiener“ oder „Sch*** Spaghettifresser“ nichts, wo ich noch Spaß verstehe. Ja, mein Vater ist Sizilianer und wanderte vor 35 Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland, er verliebte sich in eine deutsche Frau, sie heirateten, bekamen drei Kinder und sind bis heute glücklich verheiratet, nie arbeitslos gewesen und ich würde mal sagen, er ist dennoch ein stolzer Mann, der seine Nationalität nicht verbirgt. Warum auch?

 Gehen nun alle Deutschen (ich wähle dies bewusst so, es dürfen sich die angesprochen fühlen, die es auch sind) in den nächsten zwei Jahren bis zur nächsten WM nur noch zum Griechen essen, weil die ja 4 Tore reingelassen haben? Pizza geht also schon mal nicht mehr, aber Döner bleibt ja auch noch…die Türken waren schließlich gar nicht erst mit dabei…sorry, aber das ist doch total blödsinnig! Es ist und bleibt Fußball = Sport!

Aber eigentlich geht es nahtlos ins nächste Thema über: 

Durfte Zamperoni lächeln?
Während des Halbfinales moderierte der Deutsch-Italienische Tagesthemen Sprecher Ingo Zamperoni und sagte auf italienisch und deutsch: “Möge der bessere gewinnen!”.

Sein Problem: Zu diesem Zeitpunkt stand es 2 : 0 für Italien und es hagelte wohl Kritik ohne Ende in der ARD Redaktion, weil der böse böse Herr Zamperoni es doch tatsächlich gewagt hat zu lächeln.

Mensch, was hat der fiese Halbitaliener sich denn dabei gedacht? Wissen Sie was, Herr Zamperoni? Bitte lächeln Sie weiter! Zur Zeit haben Sie auch allen Grund dazu! 

Luxus-Versager
Von Beginn der EM-Zeit an, galt die deutsche Mannschaft als stark und Jogi als der übermächtige Trainer, der alles schaffen kann mit seinen Jungs. Jeder stand hinter der Nationalelf, feuerte sie an, wo es nur ging und man war stolz auf die Ergebnisse eines jeden Fußballabends. Bis auf diesen einen fatal endenden Abend beim Spiel Italien vs. Deutschland, indem das Ganze dann bekanntermaßen 2:1 ausging und die Deutschen wieder nach Hause fliegen mussten…ohne Titel in der Tasche.

Und zack wendete sich das Blatt, die BILD titelte sogar mit „Luxus-Versager“, was ich persönlich mehr als grenzwertig finde.

Ist es im Fußball nicht fast wie in einer Ehe? In guten wie in schlechten Tagen? 

Denkt mal darüber nach…alles nur Menschen, jeder kann Fehler machen, manchmal sind andere in diesem einen Moment auch einfach besser. Das sollte man dann mal anerkennen, hinnehmen und Schwung holen für das nächste große Turnier.

Wer meinen Blog kennt und schon ein wenig länger hier mitliest, weiß aber auch, dass ich mich hier meistens den eher nicht so kritischen Themen widme, weil ich kein Jammerlappen bin und daher möchte ich hier auch mit einer mit einem Augenzwinkern zu verstehenden Seite bei Tumblr abschließen und euch Mario Balotelli in nahezu allen Variationen nahe legen. 

Mir persönlich gefällt er als Schleppenträger bei der Hochzeit von Kate Middleton und Prinz William sowie vor einer Schlecker Filiale am besten. Und euch? 

In diesem Sinne auf ein klasse Spiel und einen tollen, spannenden und vor allem fairen EM-Abschlussabend! Forza Italia!!!



25.06.2012

Die Juni Glossybox ist wie der Sommer...


Etwas trüb und trostlos nämlich. Die Box ist diesmal sehr dunkel gehalten und die Farbkombi hat mich jetzt nicht sooo sehr angesprochen, aber sicher gibt es auch Frauchen, denen sie so vielleicht eher gefällt als in lila oder quietschepink.


Nun zum Inhalt:
1. Alessandra Nagellack (ich habe Peppermint Patty erwischt)
Gefäll mir sehr gut und würde ich mir eventuell auch kaufen. Der Markenname steht für sich.

2. C:ehko Intensive Care Haar Maske
Kannte ich bislang noch nicht, aber die lange Mähne will ja gepflegt werden, von daher werde ich das Produkt gerne testen und bin gespannt, ob es hält, was es verspricht.

3. Eubos Hyaluron Repair & Protect LSF 20 Anti-Falten Creme
Diese Creme hatte ich bereits in einer vorherigen Box drin und war damals schon nicht begeistert davon. Ein weiteres Mal brauche ich keine Anti-Falten Tagescreme. Sooo alt bin ich nun auch wieder nicht!

4. Kryolan Satin Powder
Habe einen hübschen Bronzeton bekommen, der sicher Verwendung auf meinen momentan vom Heuschnupfen geplagten Lidern finden wird.

5. Tiroler Nussöl
Flasche aufgeschraubt, dran geschnuppert, Nase gerümpft, Flasche wieder zugeschraubt.

Ach ja: das Glossy Mag war wieder dabei (bräuchte ich jetzt nicht zwingend), sowie ein GlossyBox Jutebeutel (oder Cotton Bag, wie man es englisch bzw. neumodisch nennt, aber es ist und bleibt nunmal ein Stoffbeutel), der meiner bescheidenen Meinung nach nicht zum gewollten Image als Trendsetter und Luxus-Lifestyle-Kosmetik-Lieferanten passt, aber mich fragt ja keiner...



04.06.2012

Abseits - die Erklärung für Frauen

Wie viele Frauen haben sich an der Erklärung zum Abseits versucht oder besser gefragt: wie viele Männer sind daran bereits verzweifelt?

Diese Erklärung ist zwar nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich finde sie dennoch immer noch eine der am besten zu verstehenden für die Frauchen unter uns...gerade jetzt, wo es mit großen Schritten wieder Richtung EM geht!

Also los: 
 Du befindest Dich in einem Schuhladen und stehst an der Kasse. Vor Dir in der Schlange steht nur noch eine einzige Dame, eine nette, sympathische Erscheinung. Sie scheint die Kassiererin zu kennen, gehören wohl irgendwie zusammen. Auf einmal entdeckst Du auf dem Regal hinter der Kassiererin ein Paar Schuhe, in das Du Dich sofort verliebst. 

Du hast zwar schon genügend Schuhe, aber dieses Paar ist einzigartig, Du musst es einfach haben, dieses Paar ist nur geschaffen worden, um Dir zu gehören, Du musst es besitzen, damit Dein Leben glücklich weitergeführt werden kann, es geht nicht mehr ohne dieses Paar …!

Plötzlich bemerkst Du, wie die Dame vor Dir in der Schlange, mit dem selben Paar liebäugelt … die blöde Kuh! Per Blickkontakt signalisiert sie, daß das Paar nicht in Deine Hände gelangen soll. 

Ihr beide habt nicht genügend Geld dabei, um das Paar zu bezahlen. Vordrängeln macht keinen Sinn ohne bezahlen zu können. Die Verkäuferin schaut Euch geduldig an und wartet. 

Deine Freundin, die gerade im Laden andere Schuhe anprobiert, erkennt Deine mißliche Lage und reagiert, wie es natürlich eine solidarisch-loyale Freundin, wie man sie in einer Extremsituation wie dieser brauch, tut. Sie plant, Dir ihr Portemonnaie zuzuwerfen, damit Du das hinterhältige, fiese Biest vor Dir, geschickt umrunden und die Schuhe kaufen kannst. 

 Sie wird Dir den Geldbeutel über sie hinweg nach vorne werfen, und während dieser sich in der Luft befindet, umrundest Du das Miststück, fängst das Geld und kaufst blitzschnell die Schuhe. 

Aber!

So lange Deine Freundin den Akt des Zuwerfens nicht abgeschlossen hat, d.h. das Geld sich noch in ihrer Hand und nicht in der Luft befindet, darfst Du Dich beim Überholen zwar auf gleicher Höhe, aber nicht schon vor der anderen Kundin befinden...

...andernfalls bist Du im Abseits!

Alles klar?

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