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20.10.2010

Der X-Factor Dienstag ließ ein Monchichi nach Hause fliegen

Natürlich war gestern der fest eingeplante X-Factor Abend und demnach möchte ich heute auch mal wieder die Performances von gestern Revue passieren lassen.

Motto der Show gestern, bei der nur noch fünf Acts im Rennen waren, war „Laut und Leise“ und ich war sehr gespannt, wie die einzelnen Künstler dies umsetzen würden, da jeder diesmal zwei Songs am Start hatte.

Aber der Reihe nach:

Mati Gavriel singt „Song 2“ von Blur
Ich muss wirklich sagen, dass Mati mir von Mal zu Mal sympathischer wird. Anfangs ist er mir nicht so sehr aufgefallen, weil seine Stimme nicht die Herausragendste ist und er mich vom Typ her auch nicht wirklich anspricht. Das aber so viel Kreativität und Talent in diesem kleinen, schmächtigen Kerlchen steckt, hätte ich niemals gedacht. Er war jedenfalls gestern für das Opening auserwählt worden und hat seine Sache wirklich gut gemacht. Anfangs haben mich die vielen Tänzer im Hintergrund von ihm abgelenkt, aber gut, war halt so. Das er während seiner Auftritte auch das Publikum mit einbezieht und mit ihnen spielt fand ich klasse. Scheu ist der Kleine also wirklich nicht.

Anthony Thet singt „Under the Bridge“ von Red Hot Chili Peppers
Tja, was soll ich zu Anthony noch sagen? Er hat den Song mit viel Herzblut gemeinsam mit seinem Vater, der selbst Musiker ist, zum besten gegeben bzw. sollte ich wohl besser schreiben: zu seinem besten gegeben. Gefallen hat mir diese Version nämlich nicht so sehr. Er hat eine ganz nette Stimme, aber es ist nichts markantes mit Wiedererkennungswert für mich dabei. Und bei einem Lied wie „Under the Bridge“ fällt so etwas natürlich auf. War nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Hübsche neue Frisur übrigens.

Edita Abdieski singt „Just like a pill“ von Pink
Ich mag Edita und ihre klasse Stimme auch. Sie wirkt immer echt bei ihren Auftritten und aus dem Pink Klassiker hat sie eine tolle Nummer gemacht. Ich mag es halt, wenn diese Frau schreit, statt singt…obwohl mir ihre leisen Töne auch sehr gut gefallen. Optisch ist sie auf jeden Fall sehr wandelbar. Outfit war top!

Marlon Bertzbach singt „Nothing else matters“ von Metallica
An dieser Stelle hab ich mich wirklich gefragt, warum man Marlon solche Songs gibt? Es war für meine Ohren kaum erträglich, dieses Geknatsche beim Refrain zu hören. Klar hat er sich bemüht, das hat man auch gesehen und ebenso hat man gemerkt, dass er sich stimmlich durch seinen Vocal Coach bei den lauten Tönen nicht mehr so schreiend fortbewegt hat, aber ich fand das Lied nicht passend für ihn. Er ist so einer, von dem kleine Mädels träumen. Metallica und Marlon war für mich ein No-Go.

Big Soul singen „One“ von U2
Auf diese Interpretation war ich besonders gespannt, weil es eines meiner Lieblingslieder ist, mit dem ich sehr schöne Erinnerungen in Verbindung bringe. Und ich muss sagen, mir hat es sehr gut gefallen, was die Vier daraus gemacht haben. Die Kleiderwahl war meiner Meinung nach mal wieder super und mir gefällt besonders, wenn sie nicht alle unterschiedlich angezogen sind. Schön fand ich auch, dass man die Mädels bei einem Fotoshooting für die Zeitschrift Tina begleitet hat. Ich bin echt positiv überrascht von der Resonanz, die sie bekommen. Sicher stehen nicht Maße und Gewicht bei einer Casting-Show im Vordergrund bzw. sollte es nicht so sein, aber ich bin mir sicher, wären sie anderswo im TV bei einem Casting aufgekreuzt, hätte man den ein oder anderen bissigen Kommentar vernommen oder ihnen gar nicht erst eine reale Chance gegeben.

In der zweiten Runde ging es dann in gleicher Reihenfolge weiter und jeder durfte das Konträrprogramm zu seinem ersten Song zeigen:

Mati Gavriel singt „Sexed up“ von Robbie Williams
Als man im Vorspann zeigte, wie Mati seine Auftritte vorbereitet war ich schon ein wenig beeindruckt, dass er so viel an eigenen Ideen einbringt bzw. wohl eher, dass er so viel an eigenen Ideen einbringen darf. Das halte ich bei Casting-Shows nämlich nicht unbedingt für selbstverständlich. Oft werden die Kandidaten ja in eine Ecke gedrückt, die ihnen so gar nicht steht. Das Gefühl habe ich bei Mati nicht und ich freue mich darüber, wie viel Freiheit den einzelnen da wohl gelassen wird. Robbie Williams ist ja mein All-time-favorite und so hab ich auf den Auftritt wirklich gebrannt…und wurde nicht enttäuscht. Und darüber war ich quasi selbst verwundert, denn ich hätte nicht gedacht, dass Mati mit seiner Stimme so viele Facetten zeigen kann.

Anthony Thet singt „Walk this way“ von Aerosmith
Wie schon bei seinem ersten Auftritt stehen ihm solche starken Stimmen meiner Meinung nach einfach nicht. Klar kann man Lieder auf seine ganz eigene Art interpretieren, aber man zieht doch immer Vergleiche und gerade der Sänger von Aerosmith hat eine sehr markante Stimme, gerade in den Höhen. Fand es super, wie er auf seiner E-Gitarre gespielt hat, der Gesang war aber wieder nicht so mein Ding.

Edita Abdieski singt „Russian Roulette“
Bei diesem Lied habe ich von Edita ein wenig Stimme vermisst, wenn ich ehrlich sein soll. Hat sie meiner Meinung zwar insgesamt gut gemacht und das Ende hat mir sehr gut gefallen, vor allem, weil es so gefühlvoll vorgetragen wurde. Ihr Outfit war bei diesem Song prinzipiell gut angedacht, aber der Stoff schien so dünn zu sein, dass man ihr Höschen darunter am Bauch einschneiden sah und darüber ein kleines Bäuchlein erkennen konnte. Alles andere zeichnete sich ebenfalls ab und so fand ich die Outfitwahl nicht so sehr gelungen.

Marlon Bertzbach singt „Closer to the Edge“ von 30 Seconds to Mars
Man hat gemerkt, dass versucht wurde, Marlon irgendwie in eine Richtung zu bringen, die ihm meiner Meinung nach nicht so gut stand. Das Outfit war ein Graus für meine Augen (vielleicht tränen sie heute deshalb noch…kann aber auch an der trockenen Heizungsluft im Büro liegen) mit der roten Lederjacke, die so gar nicht zu ihm gepasst hat und dieses Möchtegern-Gekreische am Ende ging auch gar nicht.

Big Soul singen „Sex on fire“ von Kings of Leon
Erstmal war ich etwas überrascht von den Outfits. Bisher sahen sie immer sehr stilsicher aus, aber vielleicht wurden sie ja bloß von den Stylisten überredet, mal etwas mutiger zu sein. Ging auf jeden Fall nach hinten los. Sah nämlich eher aus wie einfach Stoff aus dem Fundus umgewickelt und das in schwarz-gold…Till Brönner hatte nach dem Auftritt schon recht mit der Assoziation, dass sie ihn an in Folie eingewickelte Ostereier erinnerten. Die Performance war allerdings gut und ich hatte am Auftritt an sich nichts auszusetzen.

Als es zum Voting ging, hat man mal eben die eigene Jury vermarktet und so trat Till Brönner mit Gesang und Trompete auf und ich muss sagen, ich war sehr überrascht und zwar positiv. Auch wenn die Songauswahl mit „Summer Breeze“ für mich im Oktober nicht ganz ersichtlich war, geht das Stück gut ins Ohr und das Bühnenbild war spitze. Hat mir sehr gut gefallen.

Am Ende mussten Marlon und Mati gegeneinander antreten. Das Mati weiterkommen würde, hatte ich nicht nur erhofft sondern eigentlich erwartet. Selbst Sarah Connor hat sich quasi vorab schonmal von Marlon verabschiedet, als sie ihn angekündigt hat.

Marlon trat dann mit dem Song „Feeling Good“ von Michael Bublé an und wie zu erwarten für mich nicht überzeugend. Mati hingegen sang „Hurt“ von Christina Aguilera und hat mal wieder unwahrscheinlich viel Gefühl in den Song gelegt.

Das Juryurteil fiel dann auch entsprechend aus. Alle drei entschieden sich für Mati und gegen Marlon, wobei es Sarah Connor als Mentorin sichtlich schwer fiel, ihren Kleinen gehen zu lassen und so vergoss die Gute dabei auch ein paar Tränchen…Bye, bye, Monchichi Marlon...

Alles in allem war es meiner Meinung nach ein sehr gelunger Abend und ich bin nach wie vor begeistert von diesem Format…

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