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21.10.2010

Google Streetview lehnen offiziell nur 244.000 Haushalte ab

Wie heißt es so schön? Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. So in etwa habe ich die Debatte, die vor Wochen über Google Streetview entfachte, mitverfolgt und musste dabei hin und wieder doch mal schmunzeln.

Da schrien Datenschützer laut auf, dass es Dieben zu leicht gemacht würde und man sich darüber quasi sein nächstes Objekt der Begierde sichern würde, dass man womöglich in die Zimmer hineinschauen und sogar Personen auf dem Grundstück erkennen könnte.

Und ich hab mich die ganze Zeit gefragt: Ja verdammt, wo sind wir denn eigentlich? Bücher, in denen unsere Anschriften und Namen sogar mit Telefonnummern drin stehen gibt’s ja schließlich auch, die Menschen geben im Internet teilweise mehr von sich preis als ihnen lieb wäre, wenn sie wüssten, was mit den Daten geschieht, die sie selbst hinaus in die Welt schicken.

Jeder möchte von den Neuheiten der Technik profitieren, aber Revolte hier, Geschmolle da. Das es im Rest der Welt kaum solche lauten Aufschreie wie hier in Deutschland gab, stört da nicht weiter.

Die Frist für den Widerspruch ist am 15. Oktober jedenfalls abgelaufen und es haben lediglich knapp drei Prozent nämlich rund 244.000 der Haushalte (in den bislang 20 fotografierten Städtchen) gegen eine Abbildung ihres Gebäudes gestimmt und dies per Antrag bei Google eingehen lassen. Diese Häuser werden dann verfremdet abgebildet.

Ob dies alles bis zum Start realisiert werden kann ist allerdings noch unklar. Laut eigenen Angaben hat Google wohl 200 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt, um die Anträge manuell bearbeiten zu können. Bei einigen gibt es wohl Nachfragen, weil sie nicht leserlich oder nur unklar ausgefüllt wurden und so wird sich das Ganze vielleicht doch etwas hinziehen…

Ende des Jahres soll es dann mit den ersten Eindrücken losgehen.

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