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26.10.2010

Was man sich bei Ebay alles einfangen kann...

Ich bin hinlänglich bekannt dafür, teilweise etwas befremdliche Menschen anzuziehen. Daher habe ich auch mal irgendwann von meinen Freundinnen den Beinamen „Freakmagnet“ verpasst bekommen. In den letzten Monaten hielt es sich glücklicherweise in Grenzen, aber seit vorgestern ist es mal wieder soweit: ich habe einen ganz besonderen „Fan“...

Aber von vorne: vor kurzem habe ich bei Ebay Kleinanzeigen einige Dinge zum Verkauf angeboten, die ich nicht mehr brauche und es lief auch alles soweit gut. Nette Gespräche, E-mails und natürlich auch einige verkaufte Dinge, was mich umso mehr freute.

Jedenfalls habe ich dann vor ein paar Tagen dummerweise drei Paar Highheels eingestellt, allesamt in einem sehr guten Zustand und höchstens 2-3 Mal getragen.

Über das Kontaktformular erhielt ich vor zwei Tagen dann eine Anfrage (die E-Mail-Adresse wird zwar angezeigt, ließ aber nicht auf ein Männlein oder Weiblein schließen), ob man mich eventuell mal kurz anrufen dürfte, weil es schneller ging, ein paar Fragen zu klären.

Als gutgläubiger Mensch habe ich eingewilligt und meine Handynummer herausgegeben…nun ja, hätte ich das mal besser gelassen…

Das Gespräch lief dann so ab:

Ich: „Ja, Hallo?“ (Ich gehe aus Gewohnheit NIE mit meinem Namen ans Telefon)
Anrufer: „Hallo, ich rufe wegen den Schuhen an.“ (Ok, der Anrufer ist männlich)
Ich: „Kein Problem. Was haben Sie denn für Fragen?“
Anrufer: „Ich möchte die Schuhe gerne für meine Freundin kaufen. Ähm, welche Größe haben die denn?“
Ich: „Das hatte ich in dem Angebot dazugeschrieben. 37-38.“
Anrufer: „Ach so. Hab ich wohl überlesen. Sind die denn oft getragen?“
Ich: „Nein, sonst würde ich sie selbstverständlich nicht verkaufen. Sie sind alle drei Paar in einem sehr guten Zustand, wie man auf den Bildern sehen kann. Vielleicht 2-3 Mal getragen.“
Anrufer: „Ok, also riechen die nicht nach Füßen?“
Ich: „Äh, nein, natürlich nicht!“
Anrufer: „Ach so.“ (Höre ich da einen Hauch von Enttäuschung???)
Ich: „War das alles?“
Anrufer: „Haben Sie breite oder schmale Füße und wie sehen Sie von der Statur her aus?“
Ich: „Sorry, aber ich glaube, das geht jetzt ein bisschen zu weit.“
Anrufer: „Nein, nein. Ich wollte das nur wissen, weil dicke Frauen ja meistens auch breite Füße haben und die Schuhe dann vielleicht ausgeleiert sein könnten.“
Ich: „Nein, sind sie nicht. Dann freu ich mich, von Ihnen zu hören, ob sie die Schuhe für Ihre Freundin kaufen möchten. Sie können sich ja dann per E-Mail dazu melden.“

War zwar etwas „komisch“ vom Gesprächsverlauf her, aber weiter habe ich mir nichts dabei gedacht. Bis gestern morgen…

Da erhielt ich einen Anruf mit unbekannter Rufnummer und bin ans Telefon.

Ich: „Ja, Hallo?“
Anrufer: *stöööööhn* *hechel*
Ich: „Hallo?“
Anrufer: *Ahhhhhh, ja, ohhhhhhh*
Ich: „Äh, sind Sie verletzt?“ (Ich dachte im ersten Moment wirklich, dass es irgendwem nicht gut geht…nun ja…)
Anrufer: „Ja, gib’s mir…“

Ok, das war dann der Punkt, an dem ich auflegte, weil auch ich es dann geschnallt hatte, dass es dem Anrufer sicher bestens ging ;-)

Das gleiche Spielchen hatten wir noch drei Mal und ich habe bereits nach dem ersten Stöhner aufgelegt.

Insgesamt hatte ich gestern also 38 Anrufe mit unbekannter Rufnummer auf meinem Handy…da hat einer Ausdauer, würd ich mal sagen.

Aber mal schauen, wer den längeren Atem hat…heute bislang nur ein Anruf. Der Gute scheint nachzulassen. Ich sitz das jetzt aus…


Nur bis zum 30.11.2010 der zweite Teil von Sex and the City auf DVD für nur 9,99 Euro!
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