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26.09.2012

Kinder und das Internet


Laut einer Studie tummeln sich allen Ernstes fast 90 Prozent der neun- bis zehnjährigen Kinder im Internet. Ich habe das bislang nicht großartig verfolgt, bin aber angesichts der Tatsache, dass das kleine M. von diesem Alter nicht mehr allzu weit entfernt ist, doch ein wenig erschrocken.

Vermutlich hält man mich jetzt bald für die letzte Hinterwäldlerin, wenn ich lauter komische Dinge hier poste, bei denen man befürchten könnte, ich wär noch nicht in der Gegenwart eingetroffen, aber ist das nicht ein ganz klein wenig früh?

Klar kann man das Leben von den Zwergen heute nicht mit der eigenen Kindheit und Jugend exakt vergleichen (da habe ich schließlich noch mit Barbies gespielt, mein erstes Handy hatte ich mit 18 und eigenes Internet Zuhause mit 22), aber wenn ich als erwachsene Frau so auf die Seiten blicke, die jeder problemlos erreichen kann, hui, da wird mir ja doch ein bisschen anders.

Vor allem aber, wenn ich mich selbst in sozialen Netzwerken bewege, treffe ich – meinem Spitznamen des Freakmagneten alle Ehre machend – immer mal wieder auf komische Gestalten, die ich direkt abblocke, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder (und viel mehr ist man mit neun oder zehn Jahren nun mal noch nicht) schon so weit sind und sich mit ihrer Naivität leicht und locker in diverse Misthaufen begeben können, weil sie sich der Tragweite ihrer Taten noch gar nicht bewusst sind.

Gerade bei Twitter bin ich schon oft auf solche Kiddies getroffen, die entweder ihren Justin Bieber Gelüsten fröhnen oder sich mehr oder weniger leicht bekleidet für ihren Instagram Account in dubiosen Posen mit Duckface fotografieren und diese aller Welt leicht zugänglich machen.

Vergangene Woche zum Beispiel bin ich über ein Forum auf eine absolut widerliche Seite bei Facebook aufmerksam geworden (direkt gemeldet natürlich), auf die ohne jegliche Barriere jeder hätte zugreifen können, der einen Facebook Account hat.

Als Moralapostel mache ich wahrscheinlich einen denkbar schlechten Job, aber zu denken, dass ja alles nicht so schlimm ist…puh, damit tue ich mich erst recht schwer und ich hoffe, dass die Internetlust meines Sohnes noch eine ganze Weile auf sich warten lässt. Wenn es denn so weit ist, wird dies aber auch erstmal nur unter Aufsicht geschehen, wobei gerade diese Dinge ja die unspannendsten für die Heranwachsenden sind.

Wie handhabt ihr das eigentlich bei euren Kindern und wie ist eure Meinung zum Thema „Kinder im Netz“?

Wer den Artikel bei Heise online zu dem Thema mal genauer lesen mag (es gab natürlich noch etliche Unterpunkte, z.B. sollen Kinder aus sozial schwachem Umfeld mehr Zeit im Internet verbringen als andere usw.), bitte hier klicken.
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