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Sonntag, 06. April 2025

28.02.2013

Furby is back (from Hell)!

Mein Sohn alias das kleine M. hat von seiner Oma heute einen Furby bekommen. Richtig, das vermaldeite Ding, welche es vor 15 Jahren bereits schon einmal gab (im Bild rechts) und mir damals bereits den letzten Nerv raubt, weil meine acht Jahre jüngere Schwester damit tagein tagaus herum spielte und mich ärgerte.


Jedenfalls ist die Ausgeburt der Hölle zurück (kann man sich ähnlich spaßig vorstellen wie sich selbst ins Knie zu schießen, wobei ich das ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert habe) und das kleine Ding ist gesprächiger denn je. Technisch wurde der Fellfloh etwas aufgemotzt und hat leuchtende Pixelaugen bekommen, die einem die Stimmung besser vermitteln sollen.

Unser Furby jedenfalls ist türkis und neben dem stolzen Preis von 89,99 Euro (was ich verdammt teuer für so ein Fellknäuel finde) sieht man sofort von außen schon die Apple Tauglichkeit, die überall prangt. Also bräuchte mein Kind quasi ein eigenes iPhone, iPad oder einen iPod um alle Funktionen nutzen zu können oder man geht bei Hasbro ganz einfach davon aus, dass Mama und/oder Papa Apple Junkies sind. Die App gibt es im App Store jedenfalls gratis - immerhin.



Ist das kleine Ding erst einmal mit Batterien gefüttert und eingeschaltet, plappert es munter drauf los und ich weiß nicht einmal, was ich dagegen tun kann, als ich nicht weiß, wie mir da geschieht, denn ich finde sein Furbisch doch ziemlich anstrengend. Dabei dachte ich schon immer, dass es schwierig sei, kleine Babys zu verstehen, aber die sind ein Segen dagegen. Auch das integrierte Wörterbuch in der iPhone App kann mir da nicht wirklich weiterhelfen, da mich Furbys Deutsch an Teletubbie Deutsch erinnert und wer noch weiß, wie die genervt haben, weiß wohl auch, dass pädagogisch wertvolles Spielzeug dann wohl doch eher was anderes ist. Aber gut, mein Kind besucht eine Waldorfschule, da kann man dann auch mal unvernünftiges Zeug Zuhause nutzen.

Was ich noch dazwischen schieben wollte sind die Funktionen der “From Hell”-App (die sich beim Start im Übrigen auf den Kopf dreht, so dass man sein Smartphone praktisch falsch herum in der Hand hält):

- Füttern (von Äpfeln über Fisch sind sogar alte Schlüpper mit bei)
- Burger zusammenstellen (also nochmal füttern)
- Übersetzer (muss man zuerst kalibrieren)
- Wörterbuch (Deutsch - Furbisch / Furbisch - Deutsch, na Mario Barth, wär das nicht was?)
- Video (Kleine Videos, in denen man Furby per iPhone App Fernbedienung steuern kann. Dies soll man theoretisch auch auf YouTube hochladen können, bei uns klappte es jedoch leider nicht)
- Einstellungen (Sprache und Hintergrundmotive)

Füttert man Furby beispielsweise mit einem Fisch (indem man den Fisch auf dem iPhone auswählt und ihm diesen über die App in den Mund schiebt), spuckt er nach kurzer Zeit die Gräte wieder aufs iPhone. Beim ersten Mal noch lustig anzusehen. Spätestens als Furby kotzen muss, weil ich ihn überfüttert habe, finde ich die Kotzreste auf meiner iPhone App. Na Mahlzeit!


Wenn ich so etwas wie "Weißt du, Freunde gerne sprechen." höre oder lese, möchte ich mich spontan übergeben, denn ich würde bei einem kleineren Kind nicht wollen, dass es solche blöden und schlichtweg falschen Sätze nachäfft. Vielleicht sehe ich mein kleines M. aber auch schon dem Furby Alter entwachsen? Jedenfalls kann mein Sohn ganze und richtige Sätze bilden und ich denke, es wird auch in der Zeit nach Furby so weitergehen.

Wer sich das kleine Monster mal kurz in Aktion ansehen möchte, ist herzlich eingeladen, einen Blick in unser kurzes Video zu riskieren. Zum Singen konnte ich ihn dabei leider nicht bringen, denn als er dashat, musste ich wirklich mal herzhaft lachen. Ansonsten weiß ich absolut nicht, was ich von der felligen Nervensäge halten soll. Wenigstens hatte er dann wohl irgendwann von selbst genug und ist einfach eingeschlafen. Seitdem ist herrliche Ruhe hier eingekehrt, die aber womöglich nur bis morgen anhalten wird.

Noch dazu führe ich jetzt Diskussionen mit einem 7-jährigen über die Wichtigkeit von iPhones bei Erstklässlern.

                              

Ach und was ich noch sagen wollte: leichte Muttergefühle hat er ja doch in mir geweckt, aber verratet es bitte keinem! ;-)

Kommentare (14)

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achje... mein "alter" steht hier noch irgendwo... wollt ich nie haben, oma hats trotzdem geschenkt... fand ich damals schon leicht nervig ^^
eine Antwort · Aktiv seit 631 Wochen
Ich war vermutlich schon damals zu alt für diese Dinger, heute passt das Ganze dann noch weniger B-) Ist jetzt die Frage, ob ich den Furby oder meinen Sohn in den Schrank packe... ;-)
Was es nicht alles gibt^^
eine Antwort · Aktiv seit 631 Wochen
Ich bedaure es jedenfalls sehr ;-)
Achja die Furbys waren doch wirklich klasse. Ich hatte damals auch einen und war so begeistert von ihm.
Total Sweet...

Lieben Gruß,
Ruby
eine Antwort · Aktiv seit 631 Wochen
Wenn sie dich totquatschen sind sie irgendwann nur noch nervig ;-)
Achja der Furby, den hatten meine Söhne auch :) . Ich muß gestehen, die alten Augen sahen doch irgendwie süßer aus, oder? lg Gabi
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eine Antwort · Aktiv seit 630 Wochen
Mir machen die Leuchtaugen auch ein wenig Angst, weil er dadurch seine Stimmung anzeigen kann. Wenn die Flammen darin züngeln, sollte man wohl besser rennen ;-)
Besser ist das! Gerade bei den ganz Kleinen fürchte ich fast, dass sie sich die Sprache abschauen könnten.
Ich hatte früher auch keinen Furby, auch wenn ich die als Kind schon sehr interessant fand. Mittlerweile finde ich sie ja wahnsinnig überflüssig und die Brabbelsprache würde mir auch schwer zu schaffen machen ;) Meine Kommilitonin wiederum findet die Furbys total süß und wurde sich auch einen kaufen, wenn die nicht so teuer wären - aber ohne Apple Geräte würde sich diese Frage mir eh nie stellen ;)
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eine Antwort · Aktiv seit 619 Wochen
Ich mochte die noch nie besonders gerne, auch wenn sie auf den ersten Blick ganz knuffig sind. Mein Sohn findet ihn inzwischen auch schon wieder recht uninteressant und Furby steht in der Ecke. Das unkontrollierte Gebrabbel ist allerdings auch ganz schön nervig.

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