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26.06.2013

München, Mats und das kleine M.




Human Soccer Cup, München, ein Album auf Flickr.
Nachdem ich vor einigen Wochen die überraschend erfreuliche Nachricht erhalten hatte, dass mein Sohn bei der Aktion “Deutschlands coolstes Fußballkind” von Edeka und Head & Shoulders einer der Gewinner war, hieß es warten, bis endlich der 21. Juni nahte. An diesem Tag ging es nämlich nach München zum Human Soccer Cup (was das ist, verrate ich euch später noch) und zwar gleich Mittags nach der Schule. Ich wäre aber nicht ich, wenn nicht vorher noch zig Sachen ein wenig aus dem Ruder liefen.

Die Koffer hatte ich bereits am Vorabend gepackt und in der Zwischenzeit noch gefühlte 328 Mal wieder geöffnet, weil doch noch etwas eingepackt werden musste. An Essen hatte ich so ziemlich alles eingepackt, was man für unterwegs nur einpacken kann. Könnte ja sein, dass wir auf einer Distanz von etwa 400 km verhungern und das wollte ich natürlich tunlichst vermeiden. Nun war ich bereits bei einem Trunki-Koffer vom Sohn, einem nigelnagelneuen Hartschalten-Koffer (nun ja, Plastikwännchen trag es eher, aber da ich einen Gutschein hatte, wollte ich mich darüber beim Kauf von vor zwei Monaten nicht beschweren) von Koffer-direkt.de (<-- ja, ich erwähne auch mal Shops etc., deren Produkte mich im Nachhinein alles andere als glücklich stimmen), einem Rucksack und meiner großen Handtasche, mit der ich grundsätzlich spontan das Land verlassen könnte.

Irgendwie passte alles nicht recht. Ein paar Schuhe wieder ausgepackt, wieder was anderes eingepackt, die Medikamente und das Inhalationsgerät wie auch mein Beautytäschen wollten nicht, wie ich wollte. Inzwischen war es 11:00 Uhr, um 11.35 Uhr sollte ich das Söhnchen von der Schule holen, wir mussten ja auch noch nach Hause, ihn umziehen und dann los. Und wie es dann der Kofferteufel wollte machte es ratsch und mein Koffer platzte rundherum am Reißverschluss auf - der war hinüber und zwar komplett. Ich hätte ausflippen können. Bin ich dann auch, indem ich wie ein Rumpelstilzchen fluchend um den Koffer herumgesprungen bin und ihn getreten und geboxt hab. Dem hab ich’s gegeben...nun ja, nachdem ich fertig mit dem verprügeln des geplatzten Koffers war, habe ich bei meinen Eltern angerufen und gefragt, ob sie mir bitte einen kleinen Koffer leihen können. Konnten sie dann zum Glück auch und habe schnellstens alles umgepackt.

Dann den Sohn von der Schule geholt, nach Hause zum umziehen, alles ins Auto packen und los ging es auch schon zum Bahnhof. Die 4 Stunden Fahrt nach München haben wir dank Mau Mau, Schwarzer Peter, Uno, Essen und Nintendo dann auch gut rumbekommen. In München am Hauptbahnhof wurden wir dann von einer lieben Bekannten eingesammelt, mit der wir kurz auf einen Kaffee bei Starbucks Halt machten. Da sie aber leider nicht viel Zeit hatte und wir uns aufs Hotel freuten, haben wir uns aufgemacht zum “fußläufigen” Hotel, nämlich dem Eurostars Grand Central Hotel zu marschieren. Auf der rechten Straßenseite waren wir schon bei Hausnummer 32 angekommen, zu 35 mussten wir. Also nur noch rüber und da wären wir...so dachte ich zumindest. Ein Blick auf die andere Straßenseite belehrte mich eines besseren, denn da waren wir gerade erst bei Nummer 15 angekommen. Für die 1,3 km, die bei Google Maps mit ca. 16 Minuten zu Fuß angegeben sind) haben wir letzten Endes 45 Minuten gebraucht, weil der junge Mann öfters ein Päuschen brauchte.

Von außen wirkte der schwarze Glaskasten mit den teils bunten Glaselementen edel und stylisch. Beim Check-In in der großen Lobby wurden wir freundlich begrüßt und wir bekamen Gutscheine für Begrüßungscocktails, einmal mit und einmal ohne Alkohol. Ich bin mir sicher, das kleine M. hätte besser geschlafen, wenn er nicht den alkoholfreien genommen hätte ;-) Dabei kam es dann doch zu einer Verwechslung der Namen und mir wurde ein polnisch anmutender zugewiesen. Nun ja, nicht weiter dramatisch, vor dem Aufzug noch bemerkt, zurückgegangen mit Sack und Pack und alles nochmal von vorne.

Unser Zimmer war sehr schön in schwarz und rot gehalten, aber nicht puffig rot sondern sehr schön. Die Bilder sagen ein wenig mehr dazu. Zudem lagen auf unserem schönen großen Bett bereits 6 Flaschen Head & Shoulders (wenn ich jemals Schuppen bekommen sollte, weiß ich auch nicht mehr, woran es liegt) und ein Begrüßungsplan mit Aufstellung der Teams für den Human Soccer Cup am nächsten Tag.

Danach wurden wir noch von einer lieben Arbeitskollegin, die in München wohnhaft ist, abgeholt und durch die Stadt geführt. Zumindest an die Orte, die man standardmäßig mal überflogen haben sollte: Viktualienmarkt, Marienplatz, die neue Moschee haben wir zu Gesicht bekommen und haben viele tolle kleine Geschäfte gesehen. Unter anderem sind wir auch am Hofbräuhaus vorbeigekommen, an den Schuhbeck-Geschäften und seinem Restaurant, am Hard Rock Café und natürlich an diversen Souvenir-Shops. Das kleine M. war hier sehr erschüttert, dass es dort keine Eintracht-Fanshops gab. Ich im Übrigen auch ;-)

Den Abend haben wir dann im Nürnberger Bratwurst Glöckl am Dom verbracht, wo ich mir an den schweren Klappstühlen noch übelst den linken Ringfinger einklemmt habe. Ich dachte schon, der Finger fällt mir ab und ich muss ein Nürnberger Röstwürstl als Ersatz nehmen, aber letzten Endes ist das dann doch nicht eingetroffen. Das Essen war lecker und der Kartoffelsalat, den das kleine M. zuerst als vermeintlichen Kartoffelbrei wie ein Wilder verdrückt hat, war als Kartoffelsalat enttarnt dann ‘voll eklig’ laut seiner Aussage. Mir hingegen hat alles gut geschmeckt, die Bedienungen waren freundlich und die Getränke waren bis auf die Limonade des Sohnes auch vollkommen in Ordnung. Bereits auf dem Weg zum Hotel wollte das kleine M. mit mir aushandeln, dass er so lange wach bleiben darf, bis er von alleine einschläft - den Deal bin ich gerne eingegangen, nachdem ich schon beim Essen Müdigkeitserscheinungen erahnen konnte. Zwei Minuten nach dem waschen und im Bett liegen war er weg ;-)

Am morgen darauf sind wir erst einmal über das reichhaltige Frühstücksbüffet hergefallen und haben uns anschließend noch ein wenig auf dem Zimmer ausgeruht und sportlich hergerichtet. Um 12.30 Uhr wurden wir dann gemeinsam mit etlichen anderen Gewinnern abgeholt und zum Beach Club 38° gebracht, in dem der Human Soccer Cup stattfand und natüüüürlich auch das Meet & Greet mit Mats Hummels, worauf wir uns besonders gefreut haben. Human Soccer bedeutet im Prinzip nur, dass man - ähnlich wie bei einem Tischkicker - als lebende Kickerfigur agiert. Anfangs hatte ich etwas Bedenken, weil ich vermutlich der unsportlichste Mensch unter der Sonne bin, aber letzten Endes wurden wir mit unserem Team von 10 Mannschaften sogar zweite und das, obwohl das kleine M. der jüngste Teilnehmer war.

Als der junge Mann auf Mats Hummels traf, hat er für den ein oder anderen Lacher gesorgt und am Ende des Tages kannte den jungen Mann jeder, ob er wollte oder nicht ;-) Mats war übrigens wahnsinnig nett und hat sich Zeit für jeden an diesem Tag genommen, hat nicht einmal das lächeln und strahlen verloren, war absolut professionell und gänzlich ohne Allüren - meiner Meinung nach ein sehr sympathisches Testimonial (über sein fußballerischen Können müssen wir eh nicht diskutieren).

Dass Sport nicht nur Mord ist sondern auch eine äußerst gefährliche Sportart (ok, ich habe ein wenig übertrieben), durfte ich bei den Spielen dann auch am eigenen Leib erfahren, als ich mit meinem Arm zwischen Eisenstange und Polsterung gerutscht bin bei einem schnellen Spielzug und habe seither blau-lila-grün-gelbe Flecken und Blutergüsse in unterschiedlichen Größen.

Das Essen und die Atmosphäre im 38° war übrigens richtig richtig toll und wir konnten uns schon mal ein wenig auf unseren Sommerurlaub einstellen. Die Organisation seitens Head & Shoulders war superklasse und wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt! P.S. Und nach München muss ich auch unbedingt nochmal :-)
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