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15.07.2013

Ersguterjunge? Ts...

Menschen mit 364.686 Twitter Followern, 1.011.891 Facebook Fans und de nein oder anderen verkauften Alben müssen tolle Menschen sein. Fleißig und vorbildlich. Nun ja, sollte man zumindest meinen. Das fleißig sein möchte ich Bushido auch gar nicht absprechen, aber zu welchem Preis dieser Hass gegen Frauen, Homosexuelle, Politiker? Natürlich: ein paar Milliönchen mehr auf dem Konto und kostenlose PR (ich weiß, ich bin gerade nicht besser, sehe mich aber nicht annähernd in ähnlicher Position wie die großen Postillen und bin daher unbedeutend für die Meinung der breiten Masse. Sehr wohl habe ich aber meine eigene).

Was ich jedoch viel schlimmer finde ist die Tatsache, dass dieser Mensch allen Ernstes einen Bambi für Integration erhalten hat, was ich damals schon mehr als falsch fand. Und egal, an welcher Stelle ich etwas von ihm lese oder höre, es wird nicht richtiger. By the way: warum hat man nicht wie in den Jahren zuvor auf der Facebook Seite des Bambi dokumentiert, wer da ein goldenes Rehlein erhalten hat? Wie kann man so derbe unter der Gürtellinie auf andere losgehen und andere mit regelmäßigen Retweets quasi zur verbalen Lynchjustiz aufrufen? Muss man sich bei kritischen Worten von seinen Anhängern als N*tte und dergleichen beschimpfen lassen?

Stein des Anstoßes für mich heute war ein Brief von Herrn Wagner, den ich - wie manche bereits wissen - eigentlich nicht viel sympathischer finde als Bushido. Dieser hat mir aber heute morgen fast in jedem Satz aus der Seele gesprochen mit seinem offenen Brief.

Ich erinnere mich noch an einen TV-Auftritt von Blogaufhänger, den eine 16-Jährige bei Twitter kritisch kommentiert hat, was eine große Hater-Welle nach sich zog, weil Bushido höchstpersönlich den Tweet in seine TL jagte. Come on, really? Ander “Künstler” nehmen Kritik hin, wenn sie wissen, dass sie polarisieren. Das bringt das Geschäft wohl mit sich, wenn man kein braver Junge ist.

Es hagelte öffentlich Kritik seitens einiger mehr oder weniger prominenten Kollegen, Herr Wowereit hat Strafanzeige gestellt und er schießt natürlich nur mit Worten auf Claudia Roth. Selbstverständlich mit Worten, alles andere wäre auch etwas sehr offensichtlich.

Musik auf dem Index gab es schon immer, ist also nichts neues, aber macht es die Sache besser, wenn (noch) formbare Menschen nicht zwischen Wort und Tat unterscheiden (können)?

Mir scheint, der werte Herr sonnt sich förmlich in der Lemminghaftigkeit seiner Fans, die vermutlich für ihn über die Klippe springen würden, wenn sie denn müssten. Ohne wenn und aber...
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