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11.07.2013

Mrs. Williams ist zurück aus'm Pott

Eine andere Option als heute über den Konzertauftakt der Robbie Williams “Take the Crown”-Tour durch Deutschland zu schreiben, bleibt mir eigentlich gar nicht, denn was großartig anderes habe ich gestern nicht gemacht.

Aber von vorn: um 12 Uhr hab ich mich gestern auf den eigentlich ca. 2-stündigen Weg nach Gelsenkirchen gemacht (wer hat eigentlich entschieden, dass das Rhein-Main-Gebiet bei solchen Konzerten ausgelassen wird??), um dort meine liebste kleine @avocadoblume einzusammeln, mit der ich im vergangen Jahr bereits einige Tage in Wacken verbracht habe. Aber bereits nach 20 Kilometern stand ich erst einmal für eine halbe Stunde im Stau. Danach ging es dann über Umwege vom Navi und Arbeitskollegen gelotst doch noch weiter. Generell fahre ich nicht gerne allein weitere Strecken mit dem Auto. Mein Autochen ist zum einen leider schon recht alt, aber aus diversen Gründen ist ein anderes momentan eben nicht drin. Und zum anderen bin ich einfach ein besserer Beifahrer.

Am Gelsenkirchener Hauptbahnhof angekommen, habe ich dann meine Begleitung eingesammelt und wir fuhren zur Veltins-Arena (dass ich das noch erleben muss, mich freiwillig dort hinzubegeben ;-) ). Um 15 Uhr war Einlass für ein Konzert, das um 18.30 Uhr starten sollte. Letzten Endes ist Robbie Williams dann planmäßig um 21 Uhr aufgetreten, aber dazu später mehr.

Robbie und ich beim zugegebenermaßen etwas einseitigen, wenn auch zweidimensionalen Meet & Greet ;-)

Als wir am zweiten Wellenbrecher links außen standen, fragten wir zunächst die Security Menschen, ob man dort stehen bleiben dürfe, was von mehreren bejaht wurde. Andere machten es ebenfalls so und wir freuten uns, einen recht guten Platz erwischt zu haben, von dem aus man gute Sicht gehabt hätte. Richtig, hätte! Als der Uhrzeiger sich in Richtung 18.30 Uhr bewegte, wies der Chef-Security seine Mannschaft an, alle Leute “die hier so an den Absperrungen stehen, mal aufzukehren und nach hinten zu schicken”. Alles reden und diskutieren brachte nichts, egal von welcher Seite, er bestand darauf, dass diese Wege frei bleiben sollten.

Ich habe im Laufe der letzten Jahre weit über 200 Konzerte privat besucht wie auch jobmäßig mit organisiert und ich kann mich an KEIN einziges erinnern, bei dem nicht von Anfang an Flucht- und Rettungswege gekennzeichnet gewesen wären und Leute nicht erst vor Konzertbeginn einfach woanders hingeschickt wurden! Dass im Notfall Platz vorhanden sein muss, um schnelle Hilfe zu gewährleisten, steht völlig außer Frage und ist denke ich jedem klar. Aber die Menschen dieser angeheuerten Firma waren meiner Meinung nach entweder völlig überfordert mit diesem Job oder aber man sollte überlegen, wem man in solchen Situation ein kleines bisschen “Macht” in die Hände legt. Es ging nämlich noch weiter.

Ein Pärchen schräg vor uns stand die ganze Zeit über am gleichen Platz, nicht weit von der neu errichteten Absperrung mit weiß-rotem Absperrband entfernt. Die Frau hat dann kurz ihren Stehplatz verlassen, um Getränke zu besorgen und ist an einem der Security-Mitarbeiter vorbei und kam mit Getränkebechern wieder zurück, um an der gleichen Stelle wieder reinzugehen und wurde abgewiesen. Auch langes diskutieren von ihrer Seite wie auch Zurufe ihres Mannes nutzten nichts. Sie wurde nicht wieder zu ihm gelassen und angewiesen, über das Hallenende sich von ganz hinten wieder nach vorne zu ihrem Mann zu begeben, was einige Zeit in Anspruch nahm und einfach nur Unruhe in eine solch große Menschenmenge bringt, da zunächst einmal jeder denkt, da ist jemand, der sich nur vordrängeln möchte. Für mich eine absolut unverständliche Aktion, die ich so ebenfalls nicht kenne. So ging es dann auch fleißig weiter und ich habe mich sehr geärgert über die teilweise sehr arrogante Art und Weise, wie sich einige dieser Mitarbeiter (ich weiß den Firmennamen leider nicht mehr dieser Sicherheitsfirma. Wenn jemand von euch etwas dazu weiß, würde ich mich freuen, wenn ihr euch bei mir meldet) den Leuten gegenüber verhalten haben und das ohne, dass jemand dieser Menschen unfreundlich gewesen wäre.

Um 18.30 Uhr kam dann ein DJ auf die Bühne, der meiner Meinung nach ein wenig in sich gekehrt schien, aber nun gut, Support Acts haben mich bisher selten vom Hocker gehauen. Nach einer Stunde, also um 19.30 Uhr war dann Olly Murs dran und ich kannte bis dato nur die Songs von ihm, die im Radio täglich rauf und runter gespielt werden. Ich muss aber sagen, seine Show war absolut klasse und es hat richtig Spaß gemacht, ihm zuzuschauen und vor allem zuzuhören. Aus dem Jungchen kann sicher noch einiges mehr werden, auf jeden Fall wusste er zu unterhalten und hübsch anzuschauen war er zudem auch noch.

Olly Murs bei der Arbeit

Eeendlich rückte 21 Uhr dann aber auch langsam näher und ich dachte kurz vorher schon, dass ich alt werde, weil mir da schon alles weh tat von der langen Rumsteherei, aber ich will ja nicht auf hohem Niveau klagen. Wenn man schon mal bei einem Robbie Williams Konzert ist, leidet man natürlich gerne. So oder so ähnlich habe ich versucht, mir das Ganze schön zu reden. Dabei ist mir dann auch wieder ins Gedächtnis gekommen, dass ich seit 1992 keine Tour (egal ob von Take That oder Robbie alleine) ausgelassen habe und erinnere mich noch gut an die Zeit, nachdem Mr. Williams bei Take That ausgestiegen war und ich ihn in der Frankfurter Batschkapp vor ungefähr 200 Leuten gesehen habe. Danach kam sein kometenhafter Aufstieg und das nächste Konzert war der krasse Gegensatz mit ca. 60.000 anderen Menschen um mich herum.

Das Bühnenbild war schon mal absolut grandios mit der riesigen LED Wand, davor ein 3D Abbild des Kopfes von Robbie, welches man später noch für tolle Projizierungen nutzte, wie man auf dem ein oder anderen Foto vielleicht erkennen kann. Zudem hatte ich am morgen schon auf der offiziellen Facebook Seite von Robbie die Fotos aus London gesehen (die im übrigen mein Ex-Chef gemacht hat und das, wie ich finde, wie immer genial) und war dementsprechend sehr gespannt. Er kam dann aus seinem eigenen überdimensional großen Kopf heraus und flog wie an einer Seilbahn Richtung Publikum und legte eine fantastische Show ab, machte seine üblichen Scherze unter der Gürtelline und versteht einfach, sein Publikum und seine Fans zu entertainen. Dabei kamen immer wieder sein Kopf in diversen Größen mit ins Spiel, was sich bereits auf dem Cover des “Take the Crown” Albums abzeichnete.






Robbie war einsame spitze, gar keine Frage. Aber auch das Team dahinter hat ganze Arbeit geleistet. Da ich durch meine Arbeit (vorher mehr) mit den ganzen Hintergrundarbeiten in Kontakt kam, finde ich es immer wahnsinnig spannend zu sehen, wie das Drumherum umgesetzt wird. Wenn ich die Videoeinspieler sehe, die nach einem Lied rum sind und wie viel Arbeit dahinter steckt, habe ich immer höchsten Respekt, vor allem auch vor den Menschen, die man eben nicht auf der Bühne sieht.

Kleiner Tipp noch an alle, die noch auf eines der kommenden Konzerte in Hannover, München und Stuttgart gehen werden: haltet euch - wenn ihr Stehplätze habt - am besten rechts um die Krone herum auf, wenn ihr früh genug da seid. Die pinkfarbenen Bändchen für den ersten Wellenbereich waren nach ca. 30 Minuten alle weg. Für die zweite Welle gab es grüne Bändchen. Alle weiteren Stehplatzkarteninhaber müssen weiter hinten stehen. Die ganzen Specials (also Köpfe, aus denen Robbie heraus kam etc.) kamen immer aus der rechten Seite herausgefahren, teils bis ins Publikum hinein. Ich muss nicht extra erwähnen, dass wir links standen, oder? ;-)

Meine restlichen Fotos (wie auch ein paar von Lea) findet ihr übrigens im Flickr Album.
Wer noch ein paar professionell geschossene Bilder sehen möchte, ist bei 1LIVE gut aufgehoben.

Gute Nacht Robbie! ;-) „Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“ (Erasmus von Rotterdam)
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