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08.12.2010

Ann Ward, America’s next Magermodel

Zugegebenermaßen bin ich immer wieder fasziniert von Tit(t)elseiten diverser Zeitschriften und Magazine. Hierzu ziehe ich mir regelmäßig meine Dosis Photoshop Desasters rein, was mich auch regelmäßig zum lachen/schmunzeln/runzeln/kopfschütteln bringt. Und ich bin immer wieder auf eine gewisse Art und Weise beruhigt und weiß: ok, alles nicht echt, retuschiert, dünner gezaubert und die Grafikmenschen wollen alle nur spielen…mit Photoshop und so halt.

Allerdings werden sie bei der aktuellen Gewinnerin Ann Ward von America’s next Topmodel wohl so ihre Probleme bekommen. Mit einem virtuellen Pinselstrich ist die Gute nämlich wahrscheinlich gar nicht mehr zu sehen, weil sie bei einer Größe von 1,88 m (ob jetzt ein oder zwei Zentimeter mehr weiß ich nicht genau, da es hierzu unterschiedliche Angaben in der Presse gibt, spielt aber letzten Endes auch nicht so eine große Rolle…wir reden schließlich von einer Frau und nicht von einem Penis, aber gut…) nur 45 kg auf die Waage bringt. Da dürfte ja fast noch eine Kuchenwaage aus der jetzigen Plätzchenbackzeit reichen…


Ihr BMI (Body Mass Index) liegt demnach bei 13. Im Vergleich dazu wird ein BMI von 19-24 bei Frauen ihres Alters als „normal“ bezeichnet (wobei es bei den Angaben je nach Quelle auch leichte Unterschiede gibt). Ich selbst bin keine große Rechnerin und zähle keine Kalorien (vielleicht sollte ich mal? Ok, laut BMI-Rechner 22…), denke ich doch, dass es einfach so etwas wie ein „Wohlfühlgewicht“ gibt und da ist es im Prinzip fast egal, ob es gängigen Normen entspricht oder nicht, sofern es nicht ins Krankhafte geht, egal in welche Richtung.


Tyra Banks, die US-Mutter des deutschen Pendants „Germany’s next Topmodel“ ist für mich ein Urgestein in der Model-Szene und dort auch nicht wegzudenken. Bewundernswert fand ich auch immer, dass sie lange Zeit nicht (mehr) diesem ewigen Magerwahn hinterher lief und einfach so war wie sie war. Eine sehr hübsche Frau mit Kurven und etwas, was man bei den Laufstegmodels oft vermisst: einer Figur.





Umso erstaunter war ich dann gestern, als ich sah, dass ausgerechnet Ann Ward das neue Aushängeschildchen von America’s next Topmodel ist. In den Castings hat sie bereits in den Medien hohe Wellen geschlagen, weil Juror J. Alexander etwas dümmlich aus der Wäsche schaut, als Ann vor die Jury trat. Daraufhin stand er auf und fasste mit seinen beiden Händen um ihre Taille (ich frage mich gerade, wieviele Männer wohl von Nöten sind, um das mit meiner Taille zu testen…), so dünn war sie also mit ihren hin- und her schlackernden Streichholz-Ärmchen und Beinchen.

Wenn es Veranlagung ist, ist das natürlich eine Sache, aber die sehen andere ihr ja nicht an...und schwupps wird das Idealbild eines Topmodels gleich wieder auf Stöckchenmaße reduziert...


Mir ist bewusst, dass man nicht immer den gleichen Typ Frau aufrufen kann, um immer wieder frisch und neu rüberzukommen und in der Medienwelt mit diesem Sendeformat wahrgenommen zu werden. Ich frage mich lediglich gerade, für wieviele Mädchen und junge Frau Anne Ward gerade jetzt zu einem Vorbild geworden ist, dem sie nur zu gerne nacheifern möchten. Und die Pro Ana Fraktion wird sich auch ganz schnell wieder berufen fühlen, weitere Mädels zu bekehren…bei so etwas bekomme ich wirklich Brechreiz (und der rührt sicher nicht von einer Essstörung!).



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