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Freitag, 04. April 2025

21.01.2011

Technik im Wandel der Zeit

Manche Dinge werden einem erst bewusst, wenn man mit der Nase drauf gestupst wird. So auch bei uns geschehen, als das kleine M. von seiner Tante gefragt wurde, was er sich denn wünscht (einige aus der Verwandschaft sind da immer etwas früh dran).

Kleines M.:
„Ein iPhone, so wie die Mama das hat!“

Ich: „Was willst du denn damit? Da bist ja wohl noch etwas zu klein für.“
Kleines M.: „Ich bin schon 5!“
Ich: „Das weiß ich, aber das rechtfertigt noch lange kein iPhone. Nichtmal ein normales Handy. Was willst du denn damit machen?“
Kleines M.: „Ei, spielen, Geschichten hören und Lieder. Nur telefonieren will ich nicht.“
Tante: „Also quasi einen iPod Touch.“ (lacht)
Kleines M.: „Sag ich doch. Mir ist nur der Name nicht eingefallen.“
Ich: „Maus, da bist du einfach noch zu klein für. Wenn du größer bist, reden wir darüber.“
Kleines M.: „Aha und wann bin ich groß?“
Ich: „Das sehen wir dann. Jetzt auf jeden Fall noch nicht…“

Wenn ich bedenke, dass ich mein erstes iPhone gerade mal seit November habe, finde ich es schon krass, wie Kinder anhand solcher Beispiele einem selbst mal aufzeigen, wie sehr man doch abhängig ist von solchem technischen Schnickschnack und wie selbstverständlich unsere Kinder damit aufwachsen.


Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich war, aber ich habe früher immer gerne Pacman auf dem Atari meiner beiden Onkel gespielt, später dann mit einem Freund an seinem ersten PC, alles total pixelig.


Ich glaub, unsere erste Mikrowelle bekamen wir, als ich 10 oder 11 Jahre alt war. Was war das für eine helle Aufregung und Freude bei uns Kinderchen, als wir uns „Pizza-Toast“ im Minutentakt machen konnten.


Mein erstes Handy war ein Nokia 5110 (das mit dem grünen Display und schwarzer pixeliger Schrift) im Jahr 1998 und ich habe es mir von meinem ersten Azubigehalt gekauft. Da war ich süße 18…


Einen eigenen Internetanschluss habe ich seit 2001, damals noch bei AOL. Für mich eine der tollsten Erfindungen überhaupt. Das erste, was ich stolz bei Ebay verkaufte war ein Hundertwasser-Kalender von meinem Ex-Freund.


Mein erstes Navi habe ich 2005 gekauft und weiß heute nichtmal mehr, wie ich ohne früher überhaupt von a nach b gekommen bin? Es ist mir inzwischen wirklich ein absolutes Rätsel, weil ich wohl der orientierungsloseste Mensch bin, den ich selbst kenne…man setze mich irgendwo aus, ich finde garantiert nie wieder zurück.


An welche technischen „Meilensteine“ eurer Kindheit und Jugend und später könnt ihr euch noch erinnern?



http://www.wikio.de

Kommentare (6)

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Ejoy hat auch einen iPod Touch, was ist da dabei? Der spielt da Memory, hört Musik, macht Fotos...
eine Antwort · Aktiv seit weniger als einer Minute
Nun, ob man seinem Kind schon so früh eigene Medien zur Verfügung stellen möchte, sollte wohl jeder selbst entscheiden.

Ich habe auch Spielchen und Hörbücher oder Kinderlieder auf meinem iPhone und die sind wahrlich nicht für mich ;-) Aber ich "sehe es halt irgendwo" noch nicht ein, meinem Sohn ein eigenes, hochwertiges technisches Gerät zur Verfügung zu stellen...vielleicht bin ich da auch altmodisch...? ;-)
Immer noch sehr faziniert bin ich davon, wie schnell heutzutage ein Download von stattengeht. Ich erinnere mich noch daran, das man auf eine 2 MB Mail mitunter 2 Stunden warten musste. Heute unvorstellbar. Was lehrt uns das? Die Zeiten ändern sich, auch bei "unseren" Kindern. Alles schneller, alles besser....

Lieben so-ist-das-eben-im-Leben-Gruß
Erdbeere
eine Antwort · Aktiv seit weniger als einer Minute
An Ladezeiten kann ich mich nur noch grob erinnern, vor allem daran, wie lange das einwählen ins Internet früher noch gedauert hat. Heute geht ja alles fix und kaum hat man geblinzelt ist es erledigt...alles anders würd ich eher sagen ;-)
In der Hinsicht bin ich auch eher der altmodische Typ. Ich finde, dass man sich mit technischen Geräten für Kinder ruhig etwas Zeit lassen kann. Ich verstehe sowieso nicht, warum sämtliches Spielzeug heutzutage batteriebetrieben sein muss. Ich denke, die Kleinen kommen noch früh genug damit in Kontakt.

Wenn man schon in jungen Jahren abhängig von der Technik wird, finde ich das eher bedenklich. Ich fluche ja auch schon, weil ich mir keine Telefonnummern mehr merken kann. Früher waren 20 Stück kein Problem. Und wenn man mit Sachen spielt, die man noch selbst bewegen muss, oder denen man eine Stimme verleiht, fördert das sicher auch eher die Phantasie/Kreativität. Das ist eben wie mit Buch lesen vs. Film gucken.
eine Antwort · Aktiv seit 740 Wochen
Das mit den Telefonnummern kenne ich...ich habe vor kurzem mein Handy geschrottet und wirklich alles war weg, inklusive aller Telefonnummern und beschämenderweise muss ich zugeben, dass ich nicht einmal die Handynummer meiner eigenen Mutter im Kopf :-/

Nach und nach hab ich sie mir dann wieder mühsam zusammengesucht...in meinem iPhone steckt quasi mein Leben und ohne wär ich inzwischen echt verloren, da ich beispielsweise auch keinen Kalender zum anfassen mehr habe.

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