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29.04.2011

Widerliches verkauft sich auch

Eine Sache geht mir ja nicht aus dem Kopf. In der letzten Woche habe ich gelesen, dass ein österreichischer Bäcker Torten mit Nazi-Motiven herstellt und zum Verkauf anbietet.




Das muss man sich gerade mal geben: Tauftorten mit Marzipan-Babys (jetzt wollte ich allen Ernstes schon Narzipan schreiben), die auf Hakenkreuzen liegen und ihren Arm zum Hitlergruß heben und das Ganze wird mit einem „Wenn es den Kunden gefällt“ abgetan.

Zu Recht wurde dieser Bäcker nun vom Mauthausen Komitee MKÖ, einem Verein für Überlebende von Konzentrationslagern, angezeigt. Schließlich ist es auch in Österreich nicht erlaubt, den Holocaust mit allem drumherum zu verherrlichen.


Und da (auch angebliche) Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, denn der gute Bäcker ist sich (natürlich) keiner Schuld bewusst), hoffe ich doch wirklich, dass er für seine Aktion auch eine entsprechende Strafe erhalten wird.


Was mir bei der ganzen Geschichte aber viel eher Sorge bereitet ist die Tatsache: Welche Eltern bestellen so etwas für ihr Kind? Und wie wächst ein solches Kind auf? Mit welchem Schwarz-Weiß-Denken schickt man sein Kind in die Welt? Wo lernen deren Kinder so etwas wie Toleranz, menschliches Miteinander und Gerechtigkeit?


Die Homepage mit der laut eigenen Aussage „ganz besonderen Tortenkunst“ werde ich aus verständlichen Gründen auch nicht zum „nur mal eben anschauen“ natürlich nicht verlinken.


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