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14.03.2013

Habemus Papam oder wie treibe ich alle in den Wahnsinn

Kaum bin ich gestern Zuhause angekommen, erzählte mir meine Mutter, dass es im Vatikan leider noch keine Neuigkeiten gäbe, woraufhin ich dachte: “Prima, die ganze Welt starrt auf einen Schornstein!” Also haben wir noch ein wenig darüber gesprochen, während plötzlich das Bild switchte und weißer Rauch (der im Übrigen nicht mehr so altbacken wie früher gemacht wird, sondern mit speziellen Rauchpatronen gezielt rausgehauen wird) aufstieg. Ab da gab es bei uns ein großes Tohuwabohu, denn meine Familie ist bis auf meine Wenigkeit nicht nur erzkatholisch, sondern auch noch sizilianischer Herkunft (Mama war da die Ausnahme und ich bin demnach ein Mix aus Deutsch und Italienisch). Man kann sich also die Aufregung förmlich vorstellen.

Papa war ganz aus dem Häuschen und der Fernseher wurde umgehend lauter gestellt, während Mama die ganze Zeit über auf einen brasilianischen Papst hoffte. Die Spannung stieg quasi ins Unermessliche, als auch noch mein Bruder plus Anhang und das Schwesterchen von der Arbeit kamen und sich natürlich ebenfalls sofort zu uns gesellen mussten bei einem so historischen Ereignis und so wurde wild durcheinander diskutiert.

Das kleine M. hatte währenddessen etliche Fragen rund um das päpstliche Leben und was so ein Papst denn so den ganzen Tag treibt. Außer beten und reisen ist mir aber ehrlich gesagt nicht sehr viel eingefallen. Wisst ihr mehr? Dann her mit den Infos!

Kleines M.:
“Mama, ist Papst sein eigentlich langweilig oder cool?”
“Mamaaaaa, ich bin so froh, dass du kein Papst geworden bist. Dann hättest du so wenig Zeit für mich!”
“MamaMamaMama, warum zieht der Papst nicht einfach Hosen an? Sieht doch viel cooler aus...”
“Mamiiii? Wenn der schon so alt ist, dann ist er ja schon fast tot. Warum muss der denn noch arbeiten? Muss ich auch so lange arbeiten?”
waren nur einige der gefühlten 356.489 Fragen meines Sohnes zur Papstwahl.


Zwischendurch las ich bei Twitter, um mich von allen Wirren und Irren um mich herum abzulenken, aber außer #Papst, #Papstwahl, #Konklave gab es nicht viel zu lesen. Nebenbei vernahm ich dann wieder große Worte aus einem Italienisch-Deutsch-Gemisch meines Vaters, der sich schon ausmalte, wie nun alles wird, wenn die katholische Kirche ein neues Oberhaupt hat.

Papa: “Was wäre de schöne, wenn i Papste wär!"
Ich: "Papa, dann hättest du keine Kinder!!"
Papa: "Aber i wäre Papste!"

oder

Papa: “Wäre de lustige, wenn iche miche würde versteckene hinter die Vorhange und würde ich eine Sigarette rauche. Wenn de Leute mir jubelne zu, würde ich grinse, die Sigarette ausemacke und die Leute winke.”

So viel zur blühenden Fantasie, die in Extremsituationen zum Vorschein kommt. Und so ein bisschen Papst sind wir inzwischen doch alle...irgendwie zumindest, oder?

Wer im Übrigen gerne etwas mehr über den gestern noch genannten Jorge Mario Bergoglio alias Papst Franziskus (und nein, nicht Franziskus I., denn er IST der Erste und erst am dem zweiten Papst mit dem gleichen Namen macht es Sinn, diesen Zahlen hinten anzuhängen, da es dann zu unterscheiden gilt, wer wann was gemacht oder gesagt hat. Eure Kinder haben ja auch kein I. hinter dem Namen stehen) erfahren möchte, kann sich bei N24 ja mal ein wenig schlau machen.
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